GÄCD Pressemitteilung zum Thema: Silikonöl Faltenbehandlungen
GÄCD - fordert Verbot der umstrittenen Substanz
Faltenbehandlungen – Silikonöl ist gefährlich...
Faltenbehandlungen sind in Deutschland beliebt. Allein im vergangenen Jahr führten die Mitglieder der Gesellschaft für Ästhetische
Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) rund 41 000 solcher Eingriffe durch.
Das Problem: Für Faltenbehandlungen gibt es eine Fülle von zu
verwendenden Materialien, die jedoch nicht alle sicher sind und teilweise schwere Nebenwirkungen erzeugen können, allen voran Silikonöl.
„Flüssiges Silikonöl wird in Deutschland immer noch als Faltenbehandlungsmaterial verwendet, obwohl es belegte schwere Nebenwirkungen
hat, die noch Jahre nach der Behandlung auftreten können“, kritisierte Dr. Dr. Christoph Lenzen, Gesichts-chirurg und Experte für
Dermafiller (Materialien zur Hautunterspritzung) der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. auf der Konsensus-konferenz
der VDPC/VDÄPC zu Dermafillern am Samstag in Wiesbaden.
„Zum Schutz der Patienten sollte flüssiges Silikonöl zur Faltenbehandlung in
Deutschland sofort verboten werden“, fordert er im Namen der GÄCD.
Silikonöl - in Deutschland erlaubt und doch gefährlich...
Obwohl Faltenunterspritzungen mit Silikonöl seit 1992 in USA und seit 2002 in der Schweiz verboten sind, wird es in Deutschland
und Europa weiterhin mit einer CE-Zertifizierung angewendet.
„Viele Studien belegen, dass das unterspritzte Silikonöl nicht nur auch
noch nach Jahren Entzündungsgranulome (Knoten) im Gesicht verursachen kann, die nur durch ausgedehnte Operationen beseitigt werden
können, sondern auch in andere Körperorgane abwandern kann.
Diese Problematik kann zu einer lebenslangen Gesundheitsgefährdung der
Patienten führen“, erklärt Dr. Lenzen. Doch vielen Patienten wissen gar nicht, dass sie mit Silikonöl behandelt werden. Hierüber
gibt jetzt eine neue Untersuchungsmethode Aufschluss.
Neues Nachweisverfahren - Welches Material wurde wirklich verwendet...
Mit Hilfe einer neuen physikalisch-chemischen Untersuchungsmethode kann jetzt das verwendete Material analysiert und benannt werden.
"Für die Untersuchung wird eine kleine Gewebeprobe aus einem unterspritzten Gesichtsareal entnommen. Anschließend wird das Gewebe
verdampft. Dadurch lösen sich die Bestandteile in ihre chemischen Grundbausteine auf, die dann untersucht werden können.
"Mit diesem
Verfahren kann zweifelsfrei festgestellt werden, welches Material für die Unterspritzung verwendet wurde", erläutert Dr. Lenzen die
Vorteile.
"Bisherige Untersuchungen mit diesem Verfahren zeigen nicht nur eine eindeutige Identifizierbarkeit der verwendeten
Fillersubstanzen, sondern auch, dass bei un-gefähr 20 Prozent der Patienten ein anderes Material unterspritzt wurde als ihnen bekannt war."
Dokumentation - mit dem GÄCD Patienten-Pass...
Einen Überblick über die Faltenbehandlungen und die eingesetzten Materialien bietet der GÄCD Patienten-Pass. Bei eintretenden
Komplikationen oder normalen Folgebehandlungen liegen dem Arzt alle bisherigen Behandlungen auf einen Blick vor.
„Ohne einen Pass ist
den Patienten nach einer Faltenunterspritzung in vielen Fällen gar nicht bekannt, welches Material verwendet worden ist“, weiß Dr. Lenzen.
Dem soll der GÄCD Patienten-Pass abhelfen.
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.
Die GÄCD vereint als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter
ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie:
Augenheilkunde, Chirurgie,
Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit
Zusatzbezeichnung Plastische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben
dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen
gehören...
[ Pressemitteilung -> GÄCD ]
[ Direktverweis -> http://www.gacd.de ]
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