GÄCD Pressemitteilung zum Thema: Silikon-Brustimplantate
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands e.V. begrüßt die geplante Wiederzulassung von Silikon-Brustimplantaten in den USA
Silikon-Brustimplantate sind sicher...
Brustvergrößerungen
zählen zu den beliebtesten Schönheitsoperationen in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr ließen sich rund 18.000
Frauen die Brüste operativ verschönern, 6.200 Brustvergrößerungen wurden durch Mitglieder der Gesellschaft für ästhetische Chirurgie
Deutschlands e.V. (GÄCD) durchgeführt.
Auch in Amerika gehört diese Operation
zu den häufigsten Eingriffe. Doch während deutsche Ärzte
vorzugsweise die bei uns erlaubten Silikon-Implantate verwenden, werden in den USA mit Kochsalz gefüllte Kissen benutzt.
Grund: Seit
1992 ist dort die Verwendung von Silikonimplantaten mit wenigen Ausnahmen aufgrund einer Gesundheitsdebatte verboten. Doch das wird
sich voraussichtlich bald ändern. Die Food and Drug Administration (FDA) prüft eine Wiederzulassung von Silikonimplantaten in den
Staaten.
Dr. Holger Dieterich, Mitglied der GÄCD und Brustspezialist begrüßt dies: „Die geplante Wiederzulassung durch die FDA in
den Vereinigten Staaten bestätigt unsere Ansicht über die Verwendung von Silikonimplantaten und beruhigt tausende Frauen.
Trotz aller
Diskussionen und Unsicherheiten der vergangenen Jahre hat sich Silikon als sicheres Material herausgestellt.“ Hatte in den vergangenen
Jahren diese Unklarheit viele Frauen auch in Deutschland vor einer Brust Operation zurückschrecken lassen, können sie sich jetzt ganz sicher fühlen.
Implantate der neusten Generation...
Die Silikonimplanate haben in den letzten zehn Jahren eine technische Weiter-entwicklung erfahren. Noch in den frühen 90er Jahren waren
die Kissen mit flüssigem Silikon gefüllt. Damals wurden Silikonimplantate in den USA weitest-gehend verboten, nachdem es Berichte über
Gesundheitsschädigungen wie rheumatische Erkrankungen durch ausgelaufenes Silikon gegeben hatte.
In Deutschland aber blieb Silikon erlaubt,
weil Risiken in wissenschaftlichen Studien nie belegt werden konnten. Heute enthalten Silikonimplantate auslaufsicheres quer vernetztes
Silikon-Gel. Dies bietet wichtige Vorteile gegenüber anderen Materialien.
„Anders als Kochsalz-Implantate fühlen sich Silikonimplantate
relativ natürlich an und sind lange haltbar - mindestens zehn bis fünfzehn Jahre“, so Dr. Dieterich. Weitere Sicherheit bietet die
seit 2001 geltende Norm für Brustimplantate in Europa: „Nur qualitätsgeprüfte Implantate mit dem EU-Gütesiegel, der so genannten CE-Marke,
sind bei uns zulässig“, erklärt Dr. Dieterich.
Kein flüssiges Silikon...
Diese Empfehlung für Silikonimplantate umfasst jedoch nicht die Verwendung von flüssigem Silikonöl, das in Deutschland immer noch als
Faltenbehandlungsmaterial zugelassen ist. Hiervor warnt die Gesellschaft ausdrücklich:
„Flüssiges Silikonöl ist eine tickende Zeitbombe
im Gewebe“, so Prof. Dr. Heinz G. Bull, Präsident der GÄCD, „noch Jahre nach der Behandlung kann es zu schlimmen Entzündungen und
Entstellungen kommen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Der Patient ist für immer entstellt.“
Aus diesem Grund fordert
die GÄCD das Verbot des umstrittenen Silikonöls zur Faltenbehandlung.
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.
Die GÄCD vereint als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter
ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie:
Augenheilkunde, Chirurgie,
Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit
Zusatzbezeichnung Plastische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben
dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen
gehören...
[ Pressemitteilung -> GÄCD ]
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