GÄCD Pressemitteilung zum Thema: Faltenbehandlung
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland - bietet Testverfahren
Vorsicht - Keine Langzeitstudien bei Faltenbehandlungen...
Faltenbehandlungen sind beliebt, das lässt sich durch die vielen neuen Fillersubstanzen, die den deutschen Markt fluten, belegen. Egal,
ob Milchsäure, Hyaluronsäure oder Kollagene: Patienten sind bei der Faltenunterspritzungen zu unkritisch.
Bis zu 70 Prozent der
Patienten wissen nicht, welcher Filler ihnen gespritzt wird, mögliche Nebenwirkungen werden ignoriert, warnt Dr. med. Manuel Cornely,
Dermatologe und Sprecher Gruppe Augmentation (Materialien Hautunterspritzung) der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie
Deutschland e.V.
Doch was passiert mit Wiederholungstätern, die zu den 70 Prozent der Patienten gehören, die nicht wissen, welche
Filler ihnen gespritzt wurden. Die GÄCD bietet Patienten hier ein neues Prüfungsverfahren an, das der Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurg Dr.
Christoph Lenzen entwickelt hat.
Mit Hilfe einer physikalischchemischen Untersuchungsmethode kann das verwendete Material analysiert
und benannt werden. Für die Untersuchung wird eine kleine Gewebeprobe aus einem unterspritzten Gesichtsareal entnommen. Anschließend
wird das Gewebe verdampft. Dadurch lösen sich die Bestandteile in ihre chemischen Grundbausteine auf, die dann untersucht werden können.
Mit diesem Verfahren kann zweifelsfrei festgestellt werden, welches Material für die Unterspritzung verwendet wurde. Bisherige
Untersuchungen mit diesem Verfahren zeigen nicht nur eine klare Identifizierbarkeit der verwendeten Fillersubstanzen,
sondern auch, dass bei rund 20 Prozent der Patienten ein anderes Material unterspritzt wurde als ihnen bekannt war.
Faltenunterspritzung - ein chirurgischer Eingriff...
Der Aufklärungsbedarf ist immens, denn Knötchenbildungen, Schwellungen und Rötungen sind nur harmlose, mögliche Folgen einer
Unterspritzung. "Ich kann nur vor einem allzu lapidaren Umgang mit so genannten "Lunch-Time"- Unterspritzungen warnen.
Das
Unterfüttern von Falten ist ein dermatologisch-chirurgischer Eingriff. Niemand würde ja auch unüberlegt ein Antibiotikum oder
Kortison einnehmen, so wie aktuell Filler gespritzt werden", sagt Dr. Cornely. Und wie bei jedem chirurgischen Eingriff muss
vor dem Eingriff eine ausführliche ärztliche Beratung stattfinden.
Außerdem: Die aktuelle Gesetzeslage erlaube es auch nur
approbierten Ärzten und Heilpraktikern zu unterspritzen. Die GÄCD erarbeitet gerade ein Sicherheitsprofil für das
Unterspritzen von Fillersubstanzen.
"Hier wird aufgelistet, für welche Indikation, welches Material geeignet ist. Der Katalog
erscheint in Kürze, um die Nebenwirkungsrisiken zum Schutz des Patienten zu minimieren", so der Experte.
Bei den vielen Fillern
kann die GÄCD den Patienten nur eine Empfehlung geben: "Der Anstieg von Eigenfett-Unterspritzungen wäre wünschenswert, weil
hier die Nebenwirkungen erfahrungsgemäß am geringsten sind. Ansonsten gibt es keine Langzeitstudien für Filler", so der Tipp
des Experten.
Mit Patienten-Pass der GÄCD - auf Nummer Sicher gehen...
Einen Überblick über die Faltenbehandlungen und die eingesetzten Materialien und damit Sicherheit für den Patienten bietet
der GÄCD Patienten-Pass.
Damit für Arzt und Patient auch zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehbar ist, welcher Filler gespritzt
wurde, haben wir den Patientenpass eingeführt.
Mit Namen und Stempel des Arztes wird in diesem Pass festgehalten welche Substanz,
wann unterfüttert wurde, berichtet Dr. Cornely.
Das dient zum Schutz den Patienten und der Minimierung von späteren Nebenwirkungen.
Denn: Bei eintretenden Komplikationen oder normalen Folge-behandlungen liegen dem Arzt alle bisherigen Behandlungen auf einen Blick vor.
Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.
Die GÄCD vereint als einziger Fachverband für die einzelnen Indikationen in der Ästhetischen Chirurgie die jeweiligen Fachärzte unter
ihrem Dach. Dabei handelt es sich um folgende Fachbereiche mit Spezialisierung auf Ästhetische Chirurgie:
Augenheilkunde, Chirurgie,
Dermatologie, Gynäkologie, HNO-Heilkunde mit Zusatzbezeichnung Plastische Operationen, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit
Zusatzbezeichnung Plastische Operationen sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie. Die verschiedenen Facharztgruppen bleiben
dabei auf ihr Fachgebiet beschränkt, mit klarer Definition, welche ästhetischen Eingriffe in welche der einzelnen Facharztgruppen
gehören...
[ Pressemitteilung -> GÄCD ]
[ Direktverweis -> http://www.gacd.de ]
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